Zum Inhalt springen

Warum wir tun, was wir tun …

Fragen an Frank Grädler zum sozialen Engagement seines Unternehmens

 

Viele Firmen engagieren sich mittlerweile in der Region, wo sie sitzen, das fördert das Image, hilft den Unterstützten zugleich wirklich und ist damit fast schon „guter Ton“. Doch das Engagement der GFT ist so umfassend, intensiv und breit gefächert, dass dies weit über die gängige Praxis hinausgeht und daher auffällt, weil es beinahe schon Aspekte des sogenannten sozialunternehmerischen Wirtschaftens aufweist. Was treibt Dich dazu an?

„Ich bin ein Weltenbürger. Was ich damit meine: Dort wo ich lebe und arbeite, sind wir mit Menschen jeden Tag in Kontakt. Alle diese Kunden ermöglichen es uns, unseren Ideen nachzugehen. Wir sind Freigeister, arbeiten nach gesetzlichen Regeln, möchten trotzdem frei denken und entwickeln dadurch neue Dinge, probieren sie aus. Manchmal geht das schief, oft entstehen dadurch neue, fantastische Dinge. So ist die GFT über mehrere Jahrzehnte groß geworden. Durch unseren Freigeist und durch neue Aufgabenfelder ist unser Kundenkreis immer größer geworden. In der Branche wenden sich auch große Konkurrenten an uns. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen ihre eigenen Potenziale noch nicht, wenn sie bei uns anfangen. Über die Jahre entdecken sie die dann immer mehr und mehr. So, wie jede und jeder kann. Wichtig dabei ist, dass man der Belegschaft Vertrauen schenkt, offen über Fehler spricht, egal, ob im kaufmännischen oder gewerblichen Bereich. Ehemalige Azubis der GFT führen heute große Projekte in großen Unternehmen, aber auch in der GFT. Das alles ist entstanden durch unsere Kunden in der Region und die Bereitschaft der Mitarbeiter, neue Dinge auszuprobieren. „Die Jungen sind schneller und die Alten kennen die Abkürzung“: Das ist ein Leitspruch in unserer Firma. Es geht darum, erreichtes Wissen an die junge Generation weiterzugeben. So entsteht gesundes Wachstum. Und das alles funktioniert, wenn wir entsprechende Auftraggebende haben."

Weitere Fragen und Antworten:

„Wie schon angesprochen: Durch unsere Kunden sind wir zu so einer tollen Firma herangewachsen. Wir haben uns über Jahrzehnte in einer hart umkämpften Branche einen sehr guten Ruf erarbeitet. Mit unseren Kunden haben wir Gewinne erzielt, sodass wir ein Stück an die Gesellschaft wieder zurückgeben können – in Form von Unterstützungen in sozialen Projekten in den jeweiligen Regionen. Wir unterstützen nicht, weil wir in die Medien kommen möchten, sondern weil wir überzeugt sind, dass nur so eine Gesellschaft funktioniert. Der Grundgedanke: Investiere in die Zukunft der Menschen in deiner Region. Und hier ist es egal, ob das Randsportarten wie Leichtathletik, Handball usw. sind, Kinderheime, Initiativen für Obdachlose oder andere. Oft sind es bei mir ‚Bauchentscheidungen‘. Und das waren bisher in meinem Leben immer die Besten. Ganz wichtig ist, dass wir in die Kinder investieren. Sie haben noch alles vor sich. Ihnen gehört die Zukunft. Mit unser aller Unterstützung können wir ihnen ein Lebensumfeld bieten, in dem sie ihre Kreativität und ihren Freigeist fördern."

„Ich komme aus Westberlin. Der Start in Brandenburg war nicht einfach. Da kommt eine ‚Bulette“ und will in Brandenburg bauen. Das hat Jahre gedauert, bis wir endlich die Baugenehmigung erhalten hatten. Mitarbeiter aus der Region mussten anderthalb Jahre erst einmal nach Berlin zu ihrer Arbeitsstätte fahren. Ich wollte unbedingt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Ort bekommen. Was auch geklappt hat, dank Unterstützung von Gertrud Klatt, der Ortsvorsteherin. Gebaut haben wir mit regionalen Firmen, und dann war endlich unser Firmengelände eingerichtet. Es war eine sehr spannende Zeit, hier herauszuziehen. Mittlerweile wohnt ein Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in unserer Region. Wer hätte das damals gedacht, dass die Berlinerinnen und Berliner nachziehen? Die nächsten Bauabschnitte verliefen dann zügiger. Ich selbst bin vor acht Jahren von Berlin nach Brandenburg gezogen. Ich bin ein Weltbürger. Da, wo ich bin und arbeite, lebe ich auch gern und unterstütze die Menschen, soweit ich das kann.“

„Da gilt alles, was ich zuvor schon gesagt habe. Ohne Gewinne können wir auch nichts zurückgeben. Natürlich wäre ein leistungsstarkes Internet eine große Unterstützung. Wir sind in der nächsten Phase. Hier geht es um Algorithmen. Und dafür benötigen wir eine richtig gute Glasfaserleitung. Zurzeit wird uns eine 100-MB-Leitung für 1.300 Euro netto monatlich angeboten. In Berlin ist das Standard und man erhält so etwas für ein kleines Budget. Wenn sich dann noch weitere interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem technischen Verständnis (gern auch Quereinsteiger) finden würden, dann hätten wir eine wunderbare Basis, um uns weiter sozial zu engagieren.“

„Die Menschen sind so vielfältig. Und das ist auch gut so. Alle Blumen sind zwar Blumen, aber wenn man sie genau betrachtet, wird man viele Unterschiede finden. Jeder Mensch hat einen eigenen Antrieb. Für den einen steht das Materielle im Vordergrund. Der andere braucht Dinge, um sich darzustellen. Davon lebt unsere Medienwelt aus Facebook, Instagram usw. Und noch ein anderer, damit meine ich mich, der arbeitet gern mit Menschen zusammen – als Team. Für mich gibt es in der Arbeitswelt kaum etwas Größeres, als Talente zu fördern, Menschen Vertrauen zu schenken und Verantwortung zu geben, ihnen ein Spielfeld zu bieten, in dem sie sich persönlich entwickeln können. Dann ist die Arbeit nicht nur Arbeit bzw. Mittel zum Zweck, sondern die Lebenszeit, die Arbeitszeit ist, und die Arbeitszeit, die Lebenszeit ist, bekommen eine ganz andere Fülle. Und wenn mich Menschen auf diese Art von Firmenführung ansprechen, dann würde ich sie gern dabei unterstützen. Es muss jedoch immer von den Menschen kommen. Wenn die Dinge nicht aus dem Herzen kommen, sondern weil es gerade ‚in“ ist, dann wird das nichts. Kommt es aus dem Herzen, dann geht der Spirit auch auf die Menschen über. Nur so konnten wir die Auszeichnung zum ‚Great Place To Work‘ erhalten.“